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Der erste im Web veröffentlichte Elternbrief!
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Eltern unserer Schülerinnen und Schüler,
es ist an unserer Schule Tradition, die Eltern zweimal im Jahr mit einem Elternbrief über die aktuelle Lage an der Schule zu informieren.
Auf diesem Wege möchte ich noch einmal die Eltern der neu an die Schule gekommenen Schülerinnen und Schüler herzlich begrüßen!
Die Realschule Raisdorf befindet sich in einer erfreulichen, zugleich aber auch schwierigen Situation.
Erfreulich ist, dass die Schule, wie die Schulart Realschule überhaupt, so intensiv von den Eltern nachgefragt wird. Die Schulart Realschule hat landesweit die höchste "Steigerungsrate" aller Schularten, nämlich 5,2% mehr Schülerinnen und Schüler als im letzten Schuljahr. Raisdorf überbietet diesen Trend allerdings noch einmal deutlich, an unserer Schule liegt die Steigerungsrate bei 9,7% !
Wir beginnen dieses Schuljahr mit der Rekordzahl von 352 Schülerinnen und Schülern, die in 15 Klassen von 25 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden, darunter zwei Realschullehrer-Anwärterinnen sowie zwei stundenweise beschäftige Lehrkräfte. Drei Lehrkräfte sind mit insgesamt 10 Wochenstunden an das DRK-Körperbehinderten-Internat abgeordnet.
Aufgrund der befriedigenden Ausstattung mit Lehrkräften beträgt der Unterrichtsausfall lediglich 4% und berührt keines der A-Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Vor diesem Hintergrund fiel es der Schulleitung auch nicht schwer, wieder einige Arbeitsgemeinschaften anzubieten.
Wir würden gerne noch mehr Arbeitsgemeinschaften, insbesondere im sportlichen Bereich anbieten, leider fehlen die entsprechenden Hallenzeiten!
Wobei wir damit bei dem zentralen Problem der Schule sind: dem Raumproblem.
Es fehlen bekanntlich Fachräume, insbesondere im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, sodass wir erstmalig in erheblichem Umfang Nachmittagsunterricht, und zwar an drei Wochentagen, durchzuführen gezwungen sind. Nachmittagsunterricht ist über die 7. Stunde hinaus nur für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen nach einer Mittagspause zulässig. Entsprechend haben wir 10 (!) Wahlpflichtkurse auf den Nachmittag legen müssen. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler, das sind immerhin 150, können in der Mittagspause zwar das Schulgelände verlassen, sind aber dann nicht über die Schule versichert und unterliegen auch nicht der Aufsichtspflicht. Dies sollten Sie als Eltern wissen.
Die Schule selbst kann außer einem Klassenraum als Aufenthaltsmöglichkeit nichts bieten.
Eine Entspannung dieser Situation kann nur der Anbau bringen, der neben den notwendigen Klassenräumen auch den Fachraummangel beseitigen würde. Wann mit dem Bau begonnen wird, vermag ich Ihnen allerdings nicht zu sagen. Der Beschluss durch die Gemeindevertretung liegt inzwischen ein Jahr zurück ...
Das zweite große Problem betrifft die Schulhofsituation. Wie Sie wissen, steht unseren Schülerinnen und Schülern lediglich der Sportplatz zur Verfügung, und der hat außer Fläche nichts zu bieten!
In den feuchten Jahreszeiten, und davon gibt es in Schleswig-Holstein viele, finden Sie deutliche Spuren des Sportplatzes in den Klassenräumen wieder, die bekanntlich nur jeden zweiten Tag gereinigt werden! Aber auch mit diesem Problem ist der Schulträger befasst und es steht zu erwarten, dass der Sportplatz mittelfristig verlegt bzw. in einen Schulhof umgewandelt wird. Ein weiterer gravierender Engpass ist die geringe Anzahl der Fahrradständer. Den rund 250 Radfahrern stehen 145 Stellplätze zur Verfügung. Wollte man diese vergeben, bekämen nicht einmal alle Klausdorfer Schülerinnen und Schüler einen Stellplatz! Vor dem Hintergrund, dass man niemandem verbieten kann (und sollte), mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen, hat die Schule auf eine Regelung bisher verzichtet.
Wie Sie sehen, ist die Realschule Raisdorf keine Schule im Entstehen mehr, aber immer noch im Werden!
Nach diesen grundsätzlichen Betrachtungen gestatten Sie mir einige organisatorische Anmerkungen:
Der Winter steht vor der Tür und damit auch die entsprechende Regelung für unsere Fahrschüler/innen. Für diesen Personenkreis, und das sind im Wesentlichen die Schülerinnen und Schüler aus Klausdorf, werden die Busfahrkarten über das Sekretariat ausgegeben. Die Fahrschüler/innen dürfen das Schulgebäude in der Zeit zwischen Herbst- und Osterferien schon ab 07.20 Uhr betreten, der untere Eingangsbereich dient als Fahrschülerraum. Das gilt auch für die fünften Klassen, die in den Containern untergebracht sind. Ab 07.35 Uhr gehen dann alle Schülerinnen und Schüler in ihre Klassen- bzw. Fachräume.
In diesem Zusammenhang möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die offizielle Schulbushaltestelle sich gegenüber dem Rathaus befindet. Weisen Sie Ihre Kinder bitte auch darauf hin!
Die Schule veranstaltet in der letzten Woche vor den Herbstferien eine Projektwoche. Höhepunkt dieser Projektwoche wird ein "Tag der offenen Tür" am Donnerstag, d. 18. Oktober, in der Zeit vom 16.00 - 18.30 Uhr sein. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor, da keine weitere Einladung erfolgt!
Ein weiterer wichtiger Termin für die Schülerinnen und Schüler der Klassen R 9 und R 10 sowie deren Eltern ist Donnerstag, der 22. November. An diesem Tag findet unser "Informationsabend Fachgymnasium", diesmal in den Räumen des Fachgymnasiums in Preetz statt; eine Einladung folgt.
Am Montag, d. 28. Januar 2002, das ist der erste Tag des zweiten Schulhalbjahres, begibt sich das Kollegium auf schulinterne Lehrerfortbildung (SCHILF); an diesem Tag ist unterrichtsfrei. Die Konsequenzen der Halbjahreszeugnisse können Sie am Dienstag, dem 5. Februar 2002, im Rahmen eines Elternsprechtages mit den Lehrerinnen und Lehrern besprechen. Auch hierzu folgt noch eine gesonderte Einladung.
Noch offen sind die drei beweglichen Ferientag dieses Schuljahres, darüber wird die Schulkonferenz ebenso wie über die Verkehrserziehungswoche am 21. November entscheiden.
Zum Abschluss dieses Elternbriefes gestatten Sie mir noch eine grundsätzliche Anmerkung. Eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gelingt nur auf der Basis gegenseitiger Information. Sollten Sie das Gefühl haben, dass irgendetwas in der Schule nicht stimmt, gehen Sie von sich aus auf uns zu und suchen Sie das Gespräch.
Wie Sie vielleicht bemerkt haben, werden (auch) an dieser Schule manche Aktivitäten angeboten, die nicht unmittelbar mit Unterricht zu tun haben, aber das Schulleben bereichern, wie z.B. die o.g. Projektwoche, Theatervorführungen oder der Auftritt eines Märchenerzählers für die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die traditionellen Autorenlesungen an unserer Schule.
Dennoch steht der Unterricht im Mittelpunkt. Dass dieser Spaß machen kann ist ebenso unbestritten wie wünschenswert, dennoch können wir es uns nicht leisten, Pädagogik mit "Spaßpädagogik" zu verwechseln!
In diesem Sinne wünsche ich uns eine gedeihliche Zusammenarbeit zum Wohle Ihrer Kinder und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Gerhard Kreft
- Realschulrektor -
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