Elternbrief - April 2004


Elternbrief April 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

bevor das Schuljahr 2003/2004 zu Ende geht, möchte ich Sie noch einmal über Aktuelles und Wichtiges informieren:

Die Albert-Schweitzer-Realschule Raisdorf wird in das kommende Schuljahr mit der Rekordzahl von rund 410 Schülerinnen und Schüler gehen! Knapp 50 Schülerinnen und Schüler werden die Schule mit dem Realschulabschluss verlassen, ca. 70 neue Fünftklässler werden aufgenommen. Damit steht schon fest, dass der PC-Raum II (Container) wieder aufgelöst werden muss, um einer Klasse Platz zu machen.
Sollten die jetzigen achten Klassen ihre Größe von 31 bzw. 32 (!) behalten, erscheint eine Teilung aus pädagogischen Gründen unausweichlich.
In diesem Zusammenhang muss auch deutlich gesagt werden, dass es auch an unserer Schule Unterrichtsstörungen, Gewalt und Mobbing gibt; strukturell begegnen wir diesen Problemen durch die Klassenleiterstunde und durch das Streitschlichter-Projekt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Schule sich gezwungen sieht, Ordnungsmaßnahmen bis zum Unterrichtsausschluss zu beschließen. Um dem Phänomen der Unterrichtsstörung zu begegnen, haben sich die Lehrkräfte dafür ausgesprochen, im kommenden Schuljahr die Trainings-Raum-Methoden auszuprobieren. Das heißt, dass Unterrichtsstörer nach Ermahnung aus dem Klassenraum verwiesen werden, um sich in einem Trainingsraum unter Aufsicht mit ihrem Fehlverhalten auseinanderzusetzen. Noch in diesem Schuljahr werden wir dieses Verfahren ausprobieren.

Eine weitere, wesentlich bedeutendere Neuerung könnte die Einführung der „Offenen Ganztagsschule“ sein.
Nachdem die Schulkonferenz die Einführung beschlossen hat, ist eine Projektgruppe mit der Vorbereitung und Planung befasst. Vorausgegangen war eine Elternbefragung der Klassenstufen
R5 – R8, an der sich 73,5% der befragten Eltern beteiligt haben. Davon haben 60% erklärt, von diesem Angebot Gebrauch machen zu wollen. Wenn man bedenkt, dass die Eltern der neuen Fünftklässler dabei noch nicht berücksichtigt wurden, kann man davon ausgehen, dass mindestens 150 Schülerinnen und Schüler das Nachmittagsangebot nutzen werden. Dabei darf man aber keinesfalls vergessen, dass zunächst die Gemeinde als Schulträger sich um Aufnahme in das Investitionsprogramm des Bundes zur Bildung und Betreuung bewerben muss, um die notwendigen Investitionen zu 90% gefördert zu bekommen. Die Schule ihrerseits muss ein pädagogischen Konzept entwickeln, das überzeugt!
Was Letzteres angeht, sind wir ein gutes Stück vorangekommen: Schon jetzt steht fest, dass die Schule sich, was das Betreuungsangebot angeht, erfreulicherweise auf die Mitarbeit der Freiwilligen Feuerwehr, des Knik e.V., der evangelischen Kirchengemeinde und der DLRG, um nur einige zu nennen, wird verlassen können; erfreulich auch die Bereitschaft der Offenen Jugendarbeit, mit der Schule zu kooperieren!
Die Schule selbst wird den Bereich der Arbeitsgemeinschaften, der Stütz- und Förderangebote übernehmen. Das Ganztagsprojekt wird auch Bestandteil des Ausbildungskonzeptes der Schule sein, was die Referendarausbildung angeht.
Zu Ihrer Information ist diesem Elternbrief eine vorläufige Stundenplangestaltung für die „Offene Ganztagsschule“ beigefügt. Des Weiteren möchte ich Sie auf die Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 6. Mai, hinweisen:
Hinter dem eher scherzhaften Titel
„Cannabis … denn Sünde sein?“
verbirgt sich ein sehr ernst zu nehmendes Thema!
Die weiteren wichtigen Termine entnehmen Sie bitte dem beigefügten Terminplan; während der mündlichen Abschlussprüfungen am 10. und 11. Juni haben die Klassen R5 – R9 Eigenlernzeiten (zu Hause).
Die Schulkonferenz hat auf ihrer letzten Sitzung nicht nur die Einführung der offenen Ganztagsschule beschlossen, sondern auch die Höchstzahl der Klassenarbeiten pro Klasse und Woche festgelegt:
In den Klassenstufen R5 – R7 sind es maximal zwei, in den Klassenstufen R8 – R10 maximal drei.
Die Anzahl der Tests ist nicht limitiert, neben einer Klassenarbeit darf allerdings nicht noch ein Test an einem Tag geschrieben werden.
Zum Schluss noch ein Blick auf des kommende Schuljahr; im August 2004 werden es zehn Jahre sein, dass die jetzige Albert-Schweitzer-Realschule als Außenstelle der Theodor-Heuss-Realschule in Preetz gegründet wurde.
Wir werden diesen Anlass in angemessener Weise feiern; über Programm und Zeitpunkt werden Sie rechtzeitig informiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kreft
- Realschulrektor -