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Die Ausstellung "Erzwungene Wege" war Anfang des Jahres
im Kulturladen Friedrichsort zu sehen. Der Beginn dieser Geschichte liegt
schon einige Jahre zurück.
2005 jährte sich das Kriegsende zum sechzigsten Mal, und zu diesem Anlass
startete in Kassel das EU-Projekt "Making Mamories Matter - Erinnerungen
Raum geben". Pam Schweitzer kam auf die Idee, Erinnerungen von älteren
Menschen in ausrangierten Munitionskisten zu verpacken - und zu
präsentieren. Teilnehmen durften alle, die damals gelebt und überlebt
hatten, denn während eines großen Krieges kann es keine Unbeteiligten
geben, jeder Mensch ist irgendwie betroffen. Unterstützt von Künstlern
erzählten Freiwillige so ihre Biografien, füllten alte Munitionskisten
ihres Landes mit Dingen, Bildern und Worten, mit all dem, was ihrer
Meinung nach ihr Leben ausmacht(e). Die Ergebnisse waren in Kassel, Posen,
Prag, London, Barcelona, Berlin Brüssel, Wien und anderen Städten zu
sehen. Auch Kiel war eine Station auf diesem Weg, und da griffen zwei
Kieler Einrichtungen das Projekt auf: Der AWO-Landesverband und die
Bürgerinitiative "Gedenksteine für Zwangsarbeiter", bei der Künstlerin
Luba Chevyreva sich engagierte. Sie interviewte 9 Menschen, darunter auch
3 Mitglieder unser Gemeinde.
Text: VHS-Raisdorf (08 - 09)
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